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Wissenswertes, Interessantes, Lustiges

06.01.2010

Epigenetische Vererbung

In der Ausgabe 4/2009 des Arche Noah-Magazins berichtet Peter Zipser, der Doyen des Verbandes, von der Forschung zur epigenetischen Vererbung. Pflanzen, und hier besonders die Selbstbefruchter, zeigen in wiederkehrenden Abständen Abbauerscheinungen . Darauf hin wurden sie von BäuerInnen für eine Vegetationsperiode unter sehr stark veränderten, möglichst schwierigen Bedingungen angebaut. In der Folge, wenn die Pflanzen dann wieder in ihrem angestammten Umfeld waren, zeigten Sie wieder die ursprüngliche Vitalität. Der junge Zweig der epigenetischen Forschung belegt genau dies. Die Pflanzen können unter Stress entwickelte hilfreiche Reaktionen über mehrere Generationen weg weitervererben, ohne ihre DNA zu verändern. Dazu passt, was Philipp Nickerl von HERBANA, einer meiner Erzeuger, mir kürzlich erzählte: das er Pflanzen hat, die sich in seinem Garten erst nach 2-3 Vegetationsperioden so richtig wohl fühlen.

(Arche Noah Magazin 4/2009)

 

 

20.10.2009

Terroir

Ich bin ja noch nicht durch mit dem Feinschmecker, aber das muss ich Ihnen jetzt gleich erzählen: Es gibt einen Bericht dort, „La deutsche Vita“, mit Beschreibungen vieler neuer und/oder junger Berliner Restaurants und Bistros. Normalerweise blättere ich das durch und lege es weg, um es hervorzuholen, wenn ich mal „in der Gegend“ bin. Aber hier bin ich gleich auf der nächsten Seite über das Foto eines Gerichtes gestolpert, ich sage Ihnen: PERFEKT. Das Gericht nennt sich „Schnecken im Brandenburger Gemüseacker“, schon allein der Titel ist hochamüsant und beweist, dass der Koch, Daniel Achilles, ehemals Souchef bei Amador in Langen, Phantasie und Humor besitzt. Ob man Schnecken haben muss, kann jeder für sich entscheiden, aber der Rest: Rübensaft, Mandelsplitter, schwarze Oliven, Tomaten-Paprika-Püree, dazu Perlzwiebeln, Möhren, Erbsensprossen, Pimpinelle, Schafgarbe, Giersch und Sauerampfer, alles Produkte aus der Region. Es sieht aus wie eine frisch gestochene Ackerscholle und man möchte es SOFORT probieren. Schöner kann man ein Essen nicht anrichten. (Feinschmecker 11/09)

 

14.10.2009

Geschmacksverirrungen

Wir haben alle schon darauf zurückgegriffen, auf die 5-Minuten-Suppen, die Pizza aus der Tiefkühltruhe, das fertige Pesto, weil wir nicht genügend Zeit hatten, es selbst zuzubereiten. Wenn Sie nun den aktuellen Spiegel-Artikel „Die Geschmacksillusion“ lesen, wird Ihnen noch nachträglich der Appetit vergehen. Das, von dem wir glaubten, dass es Nahrungsmittel seien, ist eine einzige Täuschung: Form-Schinken ist ein „mit Stärkegel, Wasser und Bindegewebe“ zusammengeklebtes Fleischteil, das so lange gekocht wird, bis eine schnittfeste Masse entsteht, Fleischanteil unter 60 %. Die natürlichen Aromen in Ihrem konventionellen Joghurt sind vielleicht aus Holzspänen hergestellt oder aus Schimmelpilzen, Sie denken, dass sie Erdbeeren oder Pfirsiche im Joghurt haben. Die Zitronensäure, die eingesetzt wird, wenn „etwas frisch und fruchtig“ schmecken soll, greift Zähne an, begünstigt die Aufnahme von Blei und Kadmium im Darm und kommt genauso auch im Entkalker vor. Dort muss davor gewarnt werden. Der Spiegel meint, die Verbraucher seien nun soweit, sich nicht mehr täuschen zu lassen. Das können wir nur hoffen und für uns selbst entscheiden, immer Bio-Produkte zu kaufen. (Spiegel 12.10.09)

 

12.10.2009

Zertifizierung

Nun endlich ist Bio-Saatgut mit seinem "Handel mit Saatgut" ebenfalls zertifiziert und zwar nach Artikel 29 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 834/2007; DE-034-Öko-Kontrollstelle. Das Zertifikat finden Sie hier.

 

22.09.2009

Noch mehr Gentechnik

Kein Ende abzusehen bei der Gentechnik. Die BASF hat sich vor einer Weile mit Monsanto zusammen getan, um deren KnowHow in Sachen Gentechnik zu nutzen. Zwar ist in Europa die ökologische Landwirtschaft auf dem Vormarsch, das heißt aber gleichzeitig, dass die Hersteller von chemischen Pflanzenschutzmitteln ihre Pfründe gefährdet sehen und nach anderen Geldquellen suchen. Von daher ist die Handlungsweise der BASF folgerichtig, aber für die Bio-Diversität eine echte Bedrohung. Weltweit werden bereits auf 125 Mio. Hektar Land gentechnisch veränderte Pflanzen kultiviert. Dazu die FAZ: „Das schafft Fakten: Bereits zwei Drittel der Sojabohnen und knapp ein Viertel der globalen Maisproduktion stammen aus gentechnisch veränderten Sorten.“

(FAZ, 22.09.2009)

 

17.09.2009

Gentechnik

Etwa 80% der bundesdeutschen Bevölkerung sind gegen Gentechnik in Lebensmitteln. Trotzdem haben es unsere Politiker noch nicht geschafft (oder wollen es nicht), dem Willen der Mehrheit Geltung zu verschaffen. Ein neuer Fund eines gentechnisch veränderten Lebensmittels – Leinsamen – sorgt dafür, dass wir uns erneut Gedanken über die Zukunft unserer Lebensmittel machen müssen. Die Lebensmittelchemiker fanden in 59 Prozent der Proben aus konventionellem Anbau Leinsamen einer gentechnisch veränderten Sorte, die ursprünglich aus Kanada stammt. Dort ist die Zulassung der Sorte bereits im Jahr 2001 wieder zurückgenommen worden. In den Proben, die aus ökologischem Anbau stammten wurden keine Verunreinigungen nachgewiesen.

(FAZ, 10.09.2009)

 

04.08.2009

 

Ein Gast

 

Normalerweise mische ich mich nicht in die Angelegenheiten meiner Katze Pauline ein. D. h. ich jage ihr keine Mäuse ab und behindere auch sonst nicht ihren ausgeprägten Jagdtrieb. Aber diesmal……habe ich ihr ihre Beute abgejagt, einen kleinen Gartenschläfer, der tat mir arg leid.

 

Er ist vor lauter Schreck die Wand am Stall hochgelaufen und hat sich dort in einer Fuge zwischen den Ziegelsteinen versteckt.

 

Dann ist er doch noch dort herunter gesprungen (wie weit so ein kleines Tier springen kann!) und Pauline hatte ihn wieder erwischt. Sie hatte ihn am Hinterbein und er hatte sie am Vorderbein. Beide schrieen jämmerlich. Kurz und gut, ich habe ihn gerettet und erst mal in ein Bonbonglas gesetzt.
Dann habe ich ihm ein Nest aus Holzwolle gebaut, in dem er den Tag verschlafen und sich ausgeruht hat. Am nächsten Morgen war er dann weg.

 

Wenn Sie mehr über Gartenschläfer wissen wollen (gute Schneckenjäger!!), dann schauen Sie mal beim NABU nach. 

 

31.07.2009

 

Kochen

 

Damit Sie wissen, was man mit unseren Gemüsen machen kann, finden Sie ab sofort in unregelmässigen Abständen interessante Rezepte auf unserer Seite.

 

20.07.2009

Wasser-Melone

In der Sonntagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen kümmern sich einige Menschen gerne und gut um Themen rund um die Ernährung. Gestern ging es um die im Sommer so heiß geliebte Wassermelone. Ursula Heinzelmann hat einige leckere Rezepte zusammengetragen, eins wollen wir Ihnen bald vorstellen, brauchen dazu aber noch die Genehmigung des Verlags.

Aber was uns sehr gefreut hat, war der Hinweis - und nun zitieren wir: „Was die Melone selbst angeht, lohnt es sich, nach Bioware Ausschau zu halten, die oft mehr Geschmack bietet als nur wässerige Süße.“ Dem können wir uns für das laufende Jahr nur anschließen. Im nächsten Jahr können Sie dann Ihre eigenen Wassermelonen anbauen. (FAS, 19.7.09)

 

17.07.2009

 

Gentechnik

 

 Nun haben ja die Erzeuger von gentechnisch verändertem Mais in Deutschland eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Und obwohl 80 % aller Menschen in Deutschland gegen gentechnisch veränderte Organismen und Nahrungsmittel sind, gefällt sich die Politik immer noch in einem Eiertanz zu diesem Thema.

Am Mittwoch habe ich den Vortrag eines Landwirtes besucht, dessen über Jahrzehnte gehegte und gepflegte Kuhherde infolge der Fütterung mit Genmais innerhalb weniger Jahre elend zugrunde gegangen ist. Aber er konnte sich nicht dazu durchringen, diese Technik abzulehnen.

Dazu passt ein Artikel, der gestern in der Zeitung stand: Monsanto gibt sich jetzt nicht mehr nur mit Mais ab, jetzt setzt das Unternehmen auf gentechnisch veränderten Weizen. Das heißt dann wohl, wenn wir nicht höllisch aufpassen, haben wir das Genmehl bald in unserem Brot (FAZ, 16.07.2009). Guten Appetit.

 

14.07.2009

 

Bald zertifiziert.....

Bio-Saatgut hat aktuell die Zertifizierung beantragt. Der Antrag läuft unter der ADD-Anmeldung D-RP-034-9190-H. Sobald das Zertifikat vorliegt, werden wir es online zum Download stellen. Bitte sehen Sie davon ab, Zertifikate bei uns anzufordern.

02.07.2009

Und hier die Ergänzung zu unserem Aufreger...

In der Zeitschrift "bioland" (Ausgabe 7/2009) beschreibt Axel Hilckmann ein Projekt "Mast von Stubenküken": Hier werden die Hähnchen-Küken, die sonst getötet würden, gemästet und im Alter von ca. 8 Wochen geschlachtet. Man ist aber wohl noch auf der Suche nach geeigneten Vermarktungsmöglichkeiten. Unser Vorschlag: Den VerbraucherInnen einfach mal anbieten. Stubenküken-Rezepte finden sich im Internet en masse. Und ansonsten verweisen wir auf unseren Aufreger.

25.06.2009

Aufreger

Das hier hat nichts mit Garten zu tun, aber wir können uns einen höchst subjektiven Kommentar nicht verkneifen. Wer hat Ihnen als VerbraucherInnen eigentlich erzählt, dass Geflügel, und hier meinen wir vor allem Hühner (oder auch Puten), nur aus Brust besteht? Schon mal einen knusprig gebratenen Hühnerflügel gegessen? Oder langsam in Butter gebratene Hühnerleber mit einem Stück frischem Bauernbrot? Haben Sie schon mal eine Hühnersuppe gegessen aus Hühnerbein (und hier meine ich das untere Ende mit den Krallen), Herz, Magen und den Knochen, die übrig bleiben, wenn die „guten“ Teile des Huhns abgetrennt sind? Wir hatten früher eine Hühnerfarm für Legehühner. Die Hähnchen wurden nicht getötet, sondern mit den Legehennen zusammen gehalten, bis sie etwa 8 – 10 Wochen alt waren und erst dann wurden sie geschlachtet. Wir haben die Tiere gut verkaufen können und gerne auch selbst gegessen, z. B. paniert und gebacken, wie die Wiener Backhendl.

Denken Sie doch bitte daran, dass Sie aus einem einzigen Huhn mindestens drei Mahlzeiten für zwei Personen zubereiten können, wenn Sie das nächste Mal Geflügel kaufen.

Weitere Infos zur Bio-Viehhaltung in der aktuellen Schrot & Korn (Schrot & Korn, 7/09)

 

24.06.2009

Gartenarbeit ist gesund...

...nicht, dass wir das nicht schon immer wussten, aber nun haben Wissenschaftler der Kansas State University es erforscht: zweimal pro Woche Gärtnern schützt z. B. vor Osteoporose (Frauen ab 40), Demenz, Alzheimer, Alltagsbeschwerden. Außerdem haben die Wissenschaftler nachgewiesen, dass sich gestresste Frauen beim Anblick von roten Geranien doppelt so schnell erholen wie die Frauen, die z. B. längere Zeit in einen Baum schauen (Vital 7/2009). Leider haben wir keine Geranien, aber z. B. Roten Lein, Bartnelken, Stockrosen, Klatschmohn, alles in wunderbaren Rot-Varianten.

 

 

 

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