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Für Sie gelesen....
„Ohne ein gutes Grundprodukt ist der beste Koch chancenlos.“
Okay, dieses Kochbuch ist nicht eigentlich ein Renner für Bio-Gemüse-Fans. Aber weil Vitus Winkler so nonchalant mit den traditionellen Rezepten seiner Heimat Österreich, mit Texturen und Aromen jongliert, ohne sich von der Molekularküche infizieren zulassen, kann es auf unserer Seite Platz finden. Zumal es auch so leckere Rezepte enthält wie Gratinierte Melanzani mit Ratatouille-Gemüse oder Latte Macchiato vom Rotkraut mit Birne und Thymian. Ich stehe hier allerdings mehr auf Knusprige Lasagne vom Bachsaibling oder Ossobuco vom Tauernlamm mit Gemüse-Kartoffeltarte und Zucchinipüree. Und vor allem auf die Desserts: Ganz leicht – Himbeer-Salbei-Sorbet mit Salbeikicherl, mittelschwer – Sündphonie von Schokolade und Nougat oder Salzburger Dessertvariationen (da brauchen Sie kein Hauptgericht mehr!!), schwer – Hollerblüten-Limettenparfait mit knusprigem Thymianbiskuit und Paprika. Probiert habe ich die Rotkrautsuppe aus dem Latte Macchiato Rezept (geht auch ohne den Rest) – lecker. Und als nächstes werde ich, die Verabscheuerin von Pudding den Schokoladenpudding aus der Sündphonie probieren. Hoffentlich überlebe ich das ;-). Es bleibt, darauf aufmerksam zu machen, dass die Fotos im Buch sehr gelungen sind. Die Hinweise und Tipps zur Zubereitung eingängig, ebenso wie die Einordnung der Rezepte nach Schwierigkeitsgrad. Dann gibt es noch einen Teil, der Rezepte zur Vorratshaltung und für Küchenbasics beinhaltet, z. B. eine Marillenmarmelade, Schmor-Paradeiser oder Hollerblüten-Sirup. Nicht nur sind auch diese Rezepte lecker und umsichtig zusammen gestellt. Sie verleiten dazu, sie sofort nachkochen zu wollen. Und es gibt auch noch ein Glossar und – wichtig – eine kleine Übersetzunghilfe Österreichisch / Deutsch. (Verlag Anton Pustet)
Erbsenalarm! Nein, in dem Buch geht es nicht darum,
mit Erbsenschwemmen fertig zu werden (oder vielleicht....auch....), sondern darum, zu zeigen, was man / frau mit Erbsen alles machen kann. Deshalb hat Irmela Erckenbrecht (die Sie aus vielen Buchbesprechungen schon kennen) hier allerhand zusammen getragen, was mit der Pflanze und ihren Eigenheiten in Zusammenhang steht. Nicht nur, dass es ausführliche Betrachtungen des Märchens „Die Prinzessin auf der Erbse“ von Hans-Christian Andersen im Spannungsfeld zwischen Brüder Grimm und dem WorldWideWeb gibt, sondern auch die Geschichte von den Prinzessinnen auf Öko-Erbsen, in denen GREENPEAS zum Boykott von König-Matrazen aufruft, und ein Gedicht von Mascha Kaléko, das die Erbse als unverzichtbaren Prüfstein für den Adel beschreibt. Renate Alf hat wieder die Cartoons gezeichnet und wenn Sie wissen wollen wie die ERBSünde......dann müssen Sie das Büchlein kaufen. Zu allem oben Gesagten erwerben Sie damit auch etwa 100 vegetarische Erbsen-Rezepte, von Spargelsuppe mit Erbsen und Spinat bis Süße Lasagne, Hintergrundwissen zur Erbse als Pflanze und Nahrungsmittel, jede Menge amüsante Cartoons von Renate Alf (Sie werden feststellen, dass sie sich hier regelrecht ausgetobt hat) und viel Spaß. (Pala Verlag)
Wenn Sie mal wieder nicht wissen, wohin mit Ihrem
Unkraut...ehm...unerwünschten Beikraut, dann sollten Sie sich mal das Büchlein „wild & köstlich“ von Inge Waltl anschauen. Die Österreicherin, die ihr Wissen über Wildpflanzen von Ihrer Großmutter hat und es bei Jean Marie Dumaine in Sinzig vertiefen konnte, hat eine ganze Reihe von Rezepten zu den unterschiedlichsten Wildkräutern und -früchten zusammengetragen. Und das liest sich so: Sauerampfer-Eis, Dost-Weckerl, Felsenbirnenragout, gefüllte Lindenblätter, Vogelmierensalat mit Avocado, Wildkräuter-Dip mit Bärenklaufrüchtchen, süßsauere Gierschstängel, Labkraut-Tempura. Kochen Sie jedes Rezept einmal, dann ist Ihr Garten unkrautfrei. Außerdem haben Sie vier Sorten Hustensirup vom Spitzwegerich, Salzburg-Oliven, Gundelrebenkonfekt und Sie wissen um die Verwendung und gesundheitliche Wirkung der ausgewählten Wildpflanzen. Darüberhinaus hat die Autorin die Pflanzen ausführlich beschrieben und kleine Geschichten dazu erzählt. Unterlegt ist das Ganze mit detailreichen Fotos von Pflanzen und Gerichten. (Verlag Anton Pustet)
Von Haus aus ist Bloom's
ein floristischer Fachverlag, der sich hier mit dem Ulmer-Verlag zusammen getan hat. Die Mitinhaberin von Bloom's, Hella Henckel, lernte die Autorin des hier vorgestellten Buches bei einer Kräuterwanderung kennen und konnte sie auch gleich für die Mitarbeit an diesem Projekt gewinnen. Celia Nentwig ist Kräuterpädagogin und zeichnet für die Inhalte verantwortlich. Ihr Mann Michael und die Fotografin Marion Weinberg haben die traumhaften Bilder gemacht. Obwohl Wildkräuter gerade wieder in Mode sind, haben wir im Grunde vergessen, was man damit anfangen kann, wie man sie erkennt und wo man sie findet. Das ist für einige typische Wildpflanzen hier zusammengetragen, z. B. für das Wiesenschaumkraut, den Gundermann, den Spitzwegerich oder die Brennessel. Spektakulär ist nicht die Auswahl der Pflanzen, sondern die Rezepte, die Deko- und Geschenkideen. Schauen Sie sich die Löwenzahn-Bruschetta an, probieren Sie Gurkensalat mit Gundermannblüten oder machen Sie mal Kräuterquark mit Wiesenschaumkraut. Sehr gelungen dazu sind die Bilder. Und die Deko-Ideen sind so einfach und so gut erklärt, dass man sie auch mit zwei linken Händen noch gut hinbekommt. Und noch eine vergessene Köstlichkeit finden Sie hier: Hagebuttenmark, das ich noch von früher kenne. Lecker zu feinen Fleischgerichten, als herbfruchtiger Brotaufstrich oder im Joghurt und eine würdige einheimische Konkurrenz für Cranberries, Acerolas und Gojibeeren.(Ulmer)
Nostalgische Gefühle werden Sie überfallen,
wenn Sie dieses nette Buch in Händen halten: „Vegetarisches aus Omas Küche“. Die Verfasserin, Jutta Grewe, ist auf einem Moorhof in der Nähe von Diepholz aufgewachsen. Die Erziehungswissenschaftlerin lebt noch in der Umgebung und hat viele traditionelle Rezepte dieser Regional- und Bauernküche zusammengetragen. Zur Einstimmung berichtet sie über ihre Kindheitserinnerungen, das Leben und Arbeiten mehrerer Generationen auf dem großen Bauernhof. Dazu beschreibt sie die Nutzung von selbst angebautem Obst und Gemüse, aber auch die Ernte von vielen wildwachsenden Früchten und ihre Verwertung. Mit Suppen fängt der Rezeptteil an, geht über Salate, Breie, Kartoffel- und Gemüsegerichte bis zu Brotrezepten und Eingemachtem. Viele Gerichte haben für unsere dem Regionalen entwöhnte Ohren sehr lustige Namen: Schmurks, Bubespitzle, Lappenpickert, Schnüsch. Etliche Gerichte werden Ihnen bekannt vorkommen und Sie werden die Jahreszeiten auf Ihrer Zunge spüren können: Obstsuppe aus frischen Früchten, Kräuterbratlinge nach Tante Sissi, gebackenes Sauerkraut (hhmmm), Bratapfel mit Vanillesosse – lecker! Mir sind z. B. süße Suppen nicht vertraut, deshalb habe ich mir eine zum Nachkochen rausgesucht: Eintopf von Möhren und Äpfeln nach Fias Art. Halten Sie sich an das Rezept und dann....geben Sie noch ein klein wenig frisch geriebene Muskatnuss und einen Schuß Sahne dazu – himmlisch. (Pala Verlag)
Mittlerweile finden wir Kürbis,
vor allem den roten Hokkaido, an jeder Ecke. Aber wir wissen nicht wirklich, was sich damit alles anfangen lässt. Dem hilft eines von den kleinen Büchern aus dem Pala Verlag ab, das sich nur mit diesem Fruchtgemüse beschäftigt. Es ist nicht neu, aber aktuell und sehr nützlich. Derzeit hat der Verlag nur noch wenige Exemplare zur Verfügung, eine Neuauflage erfolgt erst wieder in 2013. Schön finde ich – neben der Beschreibung der Kürbissorten – die Auflistung der Gewürze, die gut zu Kürbis passen. Und da die beiden Autoren ganzheitlich therapeutisch tätig sind, erfahren wir auch Etliches über die gesundheitlichen Aspekte dieser Gewürze. Die Rezepte sind wie gewohnt vegetarisch, für VeganerInnen geeignete Varianten sind mit einer Sonnenblume gekennzeichnet, so dass sie nicht suchen müssen. Und wie immer sehr lustig, die kleinen Comics von Renate Alf. Fangen wir also an mit wunderbaren Gerichten: Lasagne nach Peking Art, Vollkornbasmati-Khichari, Kürbis-Kartoffel-Quiche, Pumpkin-Apple-Crumble, Kürbis-Orangen-Konfitüre – beim Lesen läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen. Meine Empfehlung für Einsteiger: Kürbis ganz einfach, am besten aus einem grünen Hokkaido und mit vielen italienischen Kräutern, dazu Baguette und ein schönes Glas fruchtig-leichten Riesling von Uli Goldschmidt aus Worms. (Pala Verlag)
Wer ist Keda Black?
Ein Geheimnis umgibt die Autorin dieses aktuellen Buchs „Alte Gemüsesorten neu gekocht“, denn sie ist nicht auf Öffentlichkeit erpicht . Die Globetrotterin ist in Sambia geboren, aufgewachsen in Kenya und Marokko, hat in Kambodscha gelebt, auf Mayotte, in London, aktuell in Athen, wo sie mit ihrer Familie lebt. Mit ihrem kongenialen Fotografen Akiko Ida hat sie ein exzellentes Kochbuch über alte Gemüsesorten geschaffen. So wie in diesem Buch haben Sie Gemüse noch nicht erlebt. Zur Einführung beschreibt sie die genutzten Sorten, gibt Tipps zum Einkauf, zur Lagerung und Zubereitung. Die Rezepte unaussprechlich genial – einfach, raffiniert, sehr lecker und überraschend. Die Fotos - puristisch, wunderschön, appetitlich, phantasievoll. Probieren Sie frittierte Schwarzwurzeln zu einem Steak mit Blauschimmelkäse-Sauce oder Herbstrübchen mit Nussbutter und Ziegenkäse oder die cremigen Gemüsequiches, für die Sie fast jedes Blattgemüse nehmen können. Mich haben die rohen roten Bete mit Orangendressing gereizt, dazu ein Baguette und ein Schluck Grauburgunder vom Weingut Bäder in Wendelsheim: Zutaten für einen perfekten Abend. (AT Verlag)
Gnädige Frau, Ihr Ohrring keimt........
Die Rede ist von Ulla Grall, der Gründerin von Bio-Saatgut, die nun auch als Journalistin und Buchautorin tätig ist. Und hier haben Sie es nun, das ultimative Bohnenbuch „Bohnen – vom Garten in die Küche“. Mehr als 200 Seiten voll mit Wissen über Bohnen – Gartenbohnen, Feuerbohnen, Puff-, Sau- oder Ackerbohnen, Limabohnen, Mondbohnen, Mungo-, Adzuki-, Augen-, Spargel-, Urd- und noch viele mehr. Wie werden Sie angebaut, was kann man tun, um Pflanzen und Früchte vor Schädlingen zu schützen, wie können Sie eigenes Saatgut gewinnen oder wo können Sie geeignetes kaufen (!!). Und natürlich gibt es viele interessante Bohnenrezepte – klassische und exotische, einfache und raffinierte bis hin zu Süßspeisen und Desserts. Das alles ist angereichert mit augenzwinkernden Bemerkungen, spannenden Sidesteps und einer sehr persönlichen Auswahl von empfehlenswerten Bohnensorten. Ich probiere ja immer das eine oder andere Rezept aus, bevor ich ein Buch bespreche. Hier wollte ich das schnellste Bohnenrezept der Welt ausprobieren, allein, mir fehlte die Pistole! Also habe ich Misosuppe mit Edamame und Karotten ausprobiert. Miso ist nicht so meins, also bin ich auf Sojasauce ausgewichen. Und das ist eine sehr leckere Suppe geworden. Interessant im Geschmack und gehaltvoll durch die Sojabohnenkerne. Die Bilder für das Buch hat diesmal Lisa Apfelbacher beigetragen, Ich hätte es nett gefunden, wenn Ulla es selbst illustriert hätte (das kann sie nämlich auch!). Eine unverzichtbares Weihnachtsgeschenk für jede/n HobbygärtnerIn. (Pala-Verlag)
Ah ja, USA..........
leider war der Nachhall einer lange vergangenen Reise verdeckt von all den schlechten Nachrichten der letzten Jahre, den Skandalen, Neurosen, Überreaktionen. Und nun kommt ein Kochbuch daher und weckt all die schönen Erinnerungen an diese Reise, die unvergesslichen Erlebnisse, das Staunen über Lebensweisen und Menschen, den Geschmack dieses weiten Landes.
Und weil eine Kochbuchbesprechung immer die Erprobung von mindestens einem Gericht voraussetzt, bekommen Sie hier die nächste Geschichte: Meine Erfahrungen mit Haferbrei beschränken sich auf die Ernährung als Kind nach einer Blinddarmoperation: absolut ungeniessbar – schleimig, geschmacklos, ekelhaft, widerwärtig. Aber hin und wieder sollte frau ja ihre Vorurteile überprüfen und „American Veggie“, geschrieben von Irmela Erckenbrecht, bot heute morgen die Gelegenheit. Das allererste Rezept im Buch „Instant Oatmeal oder Schneller Haferbrei“ habe ich ausprobiert. Genau so, wie beschrieben, mit einer kleingeschnittenen Orange hat er mich zu arg an oben Gesagtes erinnert, aber ein wenig Zimtzucker (bei mir immer selbstgemischt in einer kleinen Dose verfügbar) hat daraus ein sehr geniessbares Frühstück gezaubert. Und was soll ich sagen – es hat wieder dieses „Rundum zufrieden“ - Gefühl verursacht, dass mir bei vielen Gerichten aus der Bio-Küche schon so oft begegnet ist.
Also gut, kommen wir zum Sinn dieser Übung: Das Buch ist „gorgeous“ - hinreißend, großartig und unterhaltsam. Ich habe es von vorne bis hinten gelesen, etwas gelernt über Fingerwickler, Lochbohrer und Ausstecher, die „Shenandoah Valley Rice Casserole“, Blaubeeren und den „Official New York State Apple Muffin“. Zu jedem Rezept hat Irmela Erckenbrecht, die mit einem Amerikaner verheiratet ist, einleitend eine Geschichte, die schon dazu führt, dass man das Rezept unbedingt ausprobieren möchte. Sie führt durch viele amerikanische Regionalküchen, erklärt deren Ursprung und Eigenheiten, erzählt von den organisierten und nicht organisierten Vegetariern der USA und von ihrer bodenständigen Schwiegerfamilie, die mit vielen Rezepten zu diesem Buch beigetragen hat. Und Margret Schneevoigt hat mit ihren netten Zeichnungen dazu beigetragen, dass hier ein rundum gelungenes Buch entstanden ist. Ah ja, USA..........man müsste mal wieder hinfahren. Man kann erst mal das Buch kaufen! (Pala-Verlag)
Der Dottenfelder Hof in Bad Vilbel widmet sich u. a.
der Züchtung und Weiterentwicklung von alten Gemüsearten. Und da gibt es, z. B. für die Pastinake recht wenig spannende Rezepte. Also hat sich Judith Schake, von Hause aus Ernährungswissenschaftlerin, die am Dottenfelder Hof ein Aufbau-Studium absolviert hat, mit der Entwicklung von geeigneten Rezepten beschäftigt. Und dieses Buch versammelt ihre Erkenntnisse, nicht nur die Gerichte sondern auch Wissenswertes rund um die Pastinake. Von der Geschichte über die Pflanzenkunde, Anbau, Ernährungsphysiologie bis zur Zubereitung. Meine Lieblingsrezepte sind hier die Pfannengerichte, wie das Curry Gemüse und die Ofengerichte, wie der Gemüseauflauf, denen sie mit allerhand Gewürzen einen interessanten Geschmack verleiht. Lecker ist auch die Pastinaken – Senfsuppe, bei der ich in Ermangelung von Einzelgewürzen das phantastische milde Curry von Herbaria genommen habe – traumhaft! Sparen Sie nicht mit Sahne und Knobi! Dann gibt es auch leckere Süßspeisen und mein absoluter Favorit – Pastinakenchips. Dafür lassen Sie alle anderen Chips stehen! (Eigenverlag Dottenfelder Hof)
Ich habe mich sehr lange darum gedrückt,
dieses Kochbuch zu besprechen, weil ich immer zuerst ein Rezept daraus ausprobieren wollte. So müssen Sie nun also eine „unausprobierte“ Rezension lesen. Sprechen wir erst einmal von der Aufmachung: ein schönes Kochbuch, das zu einem sehr grossen Teil von seinen Fotos lebt, die Kille Enna, die Rezept-Designerin und Autorin selbst gemacht hat. Ihr zur Seite stand bei der Umsetzung neben dem Verlag auch Karl Schweisfurth, der sich u. a. (und nicht nur) für die Erhaltung des traditionellen und ehrlichen Lebensmittel-Handwerks einsetzt. Leider ist auch dieses Buch nach Jahreszeiten unterteilt, was nicht mehr wirklich neu ist. Sie finden hier allerdings eine sehr schöne Übersicht über die saisonale Verfügbarkeit von Produkten, was für Ihre Einkaufsplanung hilfreich sein wird. Und dann können Sie anfangen, auszuprobieren: Salatsuppe, Apfel-Spareribs nach Louisiana-Art, Stachelbeer-Estragon-Sorbet, frischer Quittentee mit Vanille und Chili, geschmorte Entenkeulen mit Quitten, Kohlsuppe mit Klippfisch, Chorizo und Koriander. Sie werden finden, dass die Rezepte einen Hauch von nordischer Küche haben – Kille Enna stammt aus Dänemark und lebt in Südschweden – ohne, dass Sie „den Finger drauflegen“ können. Na ja, vielleicht auf die Wintergrütze de luxe. Die Gerichte sind mit einem beeindruckenden Sortiment von Gewürzen gekocht, so dass Sie davon ausgehen können, ganz neue Geschmackssensationen kennen zu lernen. Und dann lernen Sie noch etwas über den Knauer-Hof, die Gärtnerei Hollern, den Garten von Olga und Eugen und das gute Schwein von Hermannsdorf. Und jetzt gehe ich in meine Küche und mache endlich die Zitronen-Pickles!!! (Christian Verlag)
Ein Kochbuch habe ich noch hier liegen,
von dem ich irrtümlich angenommen habe, dass es überwiegend Gemüse-Rezepte enthalten würde: das Buch mit den Rezepten und der Lebensgeschichte von Johanna Raudaschl, die in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts für eine kurze Zeit bei der Familie von Trapp als Köchin gearbeitet hat. Dem ist nun nicht so, trotzdem ist es ein sehr nettes kleines Buch, zum Teil mit klassischen Rezepten der österreichischen Küche: Salzburger Nockerl, Wilderer-Ragout, Rindssuppe mit Griesstrudel. Daneben gibt es aber sehr brauchbare Gemüserezepte: Frühlingskräutersuppe, Bohnenfleisch, Störfilet in der Papilote mit Kräutern und – das werde ich dieses Jahr mit meinen Evergreen-Tomaten ausprobieren – Paradeis-Kraut. Es ist kein kompliziertes Rezept, aber die Vorstellung, diese eingemachten Tomaten zu einem selbstgebackenen Brot mit selbstgemachter Leberpastete zu essen.............mmmmmhhhhhh. Oder einen trübkalten Nachmittag mit Teestangerln (nicht im Rezeptverzeichnis) und einer schönen Tasse Tee zu verbringen, mehr braucht man nicht. (Verlag Anton Pustet)
...JETZT!! Christel Kurz, die „Urmutter“ der vegetarischen Kochkunst, hat mit dem Buch „Die vegetarische Kochschule“ alles an Wissen versammelt, was man für eine gute, gesunde und schmackhafte Veggie-Küche braucht. Zunächst einmal Basiswissen über Gemüsesorten, Vorbereitung und die Küchenpraxis, dann in vier nach Jahreszeiten geordneten Kapiteln eine Vielzahl an Rezepten – für jeden Tag, für Gäste, Suppen, Rohkost, Salate, aus dem Ofen, Desserts und Getränke. Auf meiner Homepage hatte ich schon mal mit Begeisterung über den Gersteneintopf mit Karotten und Wirsing gesprochen, sehr lecker. Und in der Zwischenzeit habe ich noch das bayerische (sehr lecker) und das ungarische Kartoffelgulasch (auch sehr lecker) ausprobiert, Paprika in Rahmsauce mit Bandnudeln (göttlich), in Milch pochierter Kohlrabi (brauche ich nicht, obwohl ich Kohlrabi mag). Das Buch liegt in meiner Küche, weil ich mir dort immer auch Anregungen hole, wenn ich gerade nicht so recht weiss, was ich kochen soll. Es ist aber keine schnelle Küche, die Sie hier finden, ein bisschen Zeit sollten Sie mitbringen. Aber die Ergebnisse sind es allemal wert. Falls Sie also noch was für Ostern suchen, das ist es! Vielleicht gibt es dann schon am Ostermontag ein Gericht aus diesem Pfundswerk. (Christian Verlag)
Ich bin keine Vegetarierin,
aber mit zunehmenden Alter habe ich immer weniger Lust auf Fleisch. Und da ich heute überwiegend für mich alleine koche, fehlen mir die Rezepte für die Einfrau-Portionen und auch die Erfahrung mit dem vegetarischen Kochen. Dazu hat Herbert Walker ein Kochbuch geschrieben: Vollwertig kochen für mich (also gut – für Sie auch :-)) - Vegetarische Rezepte für eine Person. Man merkt dem Buch an, dass der Autor Ingenieur ist, denn die Rezepte sind äußerst präzise bis hin zu ½ Teelöffel Sojasoße für Fenchel auf Reis. Auch wenn ich das mit einem Augenzwinkern schreibe, so schätze ich das sehr, denn man hat tatsächlich keine richtige Vorstellung von den Mengen, wenn man vorher für bis zu zehn Personen gekocht hat. Und was gibt es für leckere Rezepte: Spiegelei auf gebratenen Steckrüben, Amarantauflauf, Mairübchen mit Reis, Gewürztee und Dinkelpfannkuchen. Dazu gibt es zu jedem Rezept interessante Variationsmöglichkeiten, die leider inflationär immer als „Tipp“ bezeichnet werden. Außerdem hat der Autor Hinweise zur Küchenausstattung, zur Vorratshaltung, zur Lagerung und Aufbewahrung zusammengetragen ebenso wie Grundlagen und Grundrezepte. Vegane Rezepte oder solche, die mit geringem Aufwand tierisch-eiweißfrei zubereitet werden können, sind mit kleinen Zeichen versehen, damit Sie nicht suchen müssen. Und sie finden auch die netten Illustrationen, die Karin Bauer fertigt. (Pala-Verlag)
Dieses Buch hat unbestreitbar Weihnachtsgeschenk-Qualitäten!
Verführerische Fotos und dann die Rezepte: Blätterteigschnecken mit getrockneten Tomaten, Fischfilet auf buntem Tomaten-Vanille-Gemüse, marinierte Kirschtomaten, Tabouleh mit Wassermelone, grünes Tomatenchutney (aus grünen Tomaten, nicht aus unreifen!!), das zergeht einem schon beim Lesen auf der Zunge. Und das ist noch lange nicht alles, zeigt aber die Bandbreite des Inhalts, von Saucen und Eingemachtem über Drinks bis zur Pasta. Jedes Rezept ist mit wunderschönen Fotos illustriert, die Klaus Arras, ein namhafter Food-Fotograf geschossen hat. Karen Schulz, die Autorin und Foodjournalistin, die für Zeitschriften in ihrer Versuchsküche Rezepte entwickelt, hat sich dem Thema Tomaten ausgiebig gewidmet bis hin zu einem Kapitel, in dem sie eine Auswahl alter Sorten vorstellt. Man merkt dem Buch an, das es mit Engagement gemacht ist. Die Tomaten lieferten zwei renommierte Anbauer: Jörn Meyer aus Blomesche Wildnis und Mervi Treiber aus Mannheim. Dieses Buch zeigt Ihnen, dass Tomaten nichts mit den runden roten Wasserbällen aus dem Supermarkt zu tun haben. (Edel Germany)
Die Schranne ist DER Wochenmarkt in Salzburg,
der Donnerstags zu nachschlafener Zeit eröffnet und ab 14.00 Uhr „verschwindet“. Dazwischen versorgen 190 Anbieter ihre Kunden mit Gemüse, Käse, Fleisch, Fisch und was man sonst noch in der Küche benötigt. Elfi Geiblinger, seit zwanzig Jahren regelmäßige Besucherin der Schranne für das ORF-Radio und zwei Schrannen-Köche, beide ausgezeichnet, bieten mit dem Schrannenkochbuch einen Überblick über diese Institution und Ihre Protagonisten. Liebevoll beschreiben sie das Treiben auf dem Markt, die Originale und Gourmets, die sich regelmäßig dort treffen, die Standler, die Freude daran haben, ihre Kunden mit saisonalen und regionalen Produkten zu verwöhnen. Dazu liefern sie viele schöne Kochrezepte, zugeordnet zu den verschiedenen Jahreszeiten: Radieschensuppe mit Topfenkräuternockerl, Schafskäse-Mousse mit Olivenhippen und Pfeffer-Wassermelone, Torte vom Muskatkürbis und Aberseer Schafskäse mit Kürbisschaum und Saltimbocca vom Reh und Hirsch auf gebratenem buntem Kraut. Wie liest sich das? Eben.... Dazu gibt es einige Basisrezepte, z. B. für einen Braunen Wildfond und natürlich für die berühmten Palatschinken. Ein Glossar, das vor allem uns Ausser-Österreichern hilft und viele wunderbare Fotos sowie ein Lageplan der Standerl im Umschlag runden das Buch ab. Ein Geschenk, ein Mitbringsel, ein Vergnügen für Österreich-Fans und solche, die es werden wollen. (Verlag Anton Pustet)
Nachdem Irmela Erckenbrecht bereits diverse Bücher....
...über Bau und Nutzung einer Kräuterspirale geschrieben hat, hier nun das passende Kräuterkochbuch dazu: Rezepte für 22 Kräuter mit neuen spannenden Ideen. Für manches fehlt mir die Vorstellungskraft, anderes läßt schon beim Lesen das Wasser im Munde zusammenlaufen, z. B. der herzhafte Sellerie-Obst-Salat, Grüner Spargel mit Sesam und Schnittlauchblüten, Bratkartoffel mit Avocado-Rucola-Creme, usw. Was ich vermisse, ist der Majoran (Oregano ist kein Ersatz!!). Uuuund....die „Grüne Soße“ ist natürlich das Kasselaner Rezept. Die FrankfurterInnen unter uns (und ich als ehemalige Eigeplackte auch) wissen, dass in die richtige „Frankfurter Grüne Soße“ unbedingt Sauerampfer und Kresse gehört statt Zitronenmelisse und Dill. Wie Sie sie auch mögen, „Grüne Soße“ ist ein Gedicht, dass Sie sich öfter gönnen sollten. Zurück: Die Autorin hat neben den Rezepten Informationen zu Ernte und Konservierung der Kräuter zusammengestellt, Teemischungen ausprobiert und zu jedem Kraut die Eigenschaften und Variationsmöglichkeiten aufgeschrieben. Ein Buch also, das Sie mit Kräutern lecker durch das Jahr kommen läßt. (Pala-Verlag)
Heide Hasskerl, die Autorin von
„Holunder, Dost und Gänseblümchen“ hat schon diverse Kochbücher – auch über seltene Gemüse – geschrieben. Sie ist gelernte Metzgerin, hat eine landwirtschaftliche Ausbildung und ein umweltpädagogisches Studium absolviert. Nachdem ihr eigener ökologisch bewirtschafteter Bauernhof einem konventionell organisierten Kulturraum zum Opfer fiel, suchte sie Orte, an denen die Natur noch ursprünglicher ist. So sammelt sie heute Wildgemüse und Heilpflanzen u. a. in Lettland, Irland und Frankreich. Vor die Rezepte hat die Autorin eine umfassende Beschreibung der verwendeten Pflanzen gestellt, angefangen mit Informationen zu ihrer geschichtlichen bis zu ihrer heutigen Bedeutung. Dann geht es zu den Rezepten: Franzosenkraut-Cremesuppe, Kartoffelsuppe mit Dost, Holunderblütensirup, Pfefferminz-Wildkirschen-Gelee, Augenschmaus (das wird Sie überraschen!!), Taubnesselgemüse. Einige Rezepte kannte ich von früher, manche werde ich ausprobieren, bei anderen bin ich nicht so sicher. Schön wäre es, solche Rezepte in einem speziellen Kurs erst einmal auszuprobieren, z. B. bei den Siefersheimer Kräuterhexen oder auch in einem von Heide Hasskerls Veranstaltungen. Dann können Sie diesem Buch noch mehr Nutzen abgewinnen. (Pala-Verlag).
Im Pala Verlag findet man...
...immer wieder die schönen kleinen vegetarischen Kochbücher zu bestimmten Obst-, Gemüse- oder Getreidesorten. Aktuell hat Wolfgang Hertling in „Kochen mit Hirse“ alte und neue Rezepte versammelt, die uns dieses zu Unrecht vernachlässigte Getreide wieder nahe bringen. Einige Rezepte habe ich schon ausprobiert, so z. B. die Getreidepfanne, die auch Variationen mit den Gemüsen / Getreiden erlaubt, die Sie gerade im Hause haben, oder Apfelhirse, die ich allerdings nicht mit Milch mache, sondern mit Wasser und Apfelsaft und die bei mit auch noch mit ein paar Rosinen angereichert wird. Weitere werde ich wohl im Laufe des kommenden Winters noch probieren, wobei ich bei Hirse lieber die süßen Varianten mag. Das Buch ist sehr nett gestaltet mit kleinen Illustrationen, die mich an den kleinen Prinzen erinnern. Wolfgang Hertling hat zudem die Geschichte der Hirse kurz beschrieben und ihre Bedeutung für unsere Ernährung heute. Es fehlen auch nicht die Informationen für Menschen mit Glutenunverträglichkeit und die entsprechenden Rezepte sind mit einer kleinen Sonne gekennzeichnet. (Pala Verlag)
Wer liest schon ein Kochbuch von vorne bis hinten?
Sie werden es genau so tun wie ich. Alma Huisken hat mit „Vom Lande“ ein wunderbares Tagebuch, Kochbuch, Gartenbuch von ihrem Leben auf dem Lande, mit ihren Tieren, mit ihrem Biogarten, mit ihren Rezepten geschrieben. Die Fotos dazu hat Doortje Stellwagen gemacht, beide Frauen arbeiten als freie Journalistinnen u. a. für AD, Elle Bistro, Season
Das Buch ist soooo schön, es fällt mir schwer, diese Fülle zu beschreiben: Sie lernen etwas über die Schwimmstunde für Gänse, Hausmannskost, den Duft von Mist, über einfache Prinzipien, Karotten in Regenbogenfarben, über große Erntemonate, das Wesen des Lehms und die Geschichte der Hähne. Natürlich gibt es auch Rezepte. Und auch sie vermitteln das Gefühl von Schlaraffenland: Feines Kartoffelpüree, Gebratener Rosenkohl mit gerösteten Sesamsamen, Bückling auf Weißbrot mit Radieschen, Blinis mit Morcheln, Spinat und Hüttenkäse, Gegrillte Zucchini mit Färberdistelreis, Garnelen in geklärter Butter mit Queller, Linsen-Kräuter-Eintopf mit Lammfleisch. Ich muss jetzt aufhören!! Das Buch ist nach Monaten unterteilt und enthält jeweils die zur Saison passenden Gerichte sowie die notwendigen Gartenarbeiten, dazu die passenden Foto
Bei uns zu Hause war mein Vater der Experte
für die Herstellung von Sauerkraut. Er machte alles aus der „Lamäng“, also aus dem Gefühl bzw. aus der Hand (la main). Rezepte zum Einlegen finden Sie in dem Büchlein „Vorratshaltung“ unter dem Stichwort „Milchsauer einlegen“, denn nicht nur Kraut, auch andere Gemüse, z. B. rote Bete, Rettich, Möhren, Pastinaken, Bohnen, Zucchini und Gurken lassen sich so einlegen. Und wussten Sie auch, dass man Rührkuchen einmachen kann? Oder haben Sie schon mal Früchte kandiert? Hier bekommen Sie die besten Tipps dazu. Vieles, was Gabriele Lehari beschreibt, haben wir zu Hause auch gemacht und heute, nachdem meine Kinder aus dem Haus sind, mache ich es wieder: Gemüse und Obst einfrieren, Gelee und Konfitüre kochen, Tomaten dörren und dann in Öl einlegen. Es macht Spaß und erinnert im Winter – z. B. bei einem nachmittäglichen Tee mit einem leckeren Marmeladentoast – an die Freuden des Sommer
Sie wissen natürlich,
dass es essbare Blüten gibt und das man aus Holunderblüten wunderbaren Sirup machen kann. Aber wissen Sie auch, was „Wiesen-After-Eight“ ist oder „Kuckucksklöße“?
Wozu benutzt man in der Küche Quendel?
Was ist das überhaupt? Und was bitte ist Wurstkraut? Beides ein Ausdruck für den gewöhnlichen Thymian. Das und vieles mehr beschreiben die Autoren Burkhard Bohne, Renate und Fridhelm Volk und Renate Dittus-Bär im vorliegenden Kompendium „Kräutergarten kompakt“. Unterteilt ist das Buch in vier Bereiche: Großmutters Kräuterwelt, Kochen mit Kräutern, Küchenkräuter von A bis Z und den Serviceteil. So bin ich mir auch immer noch nicht sicher, ob es ein Koch- oder ein Gartenbuch ist.
Von Omas Haus- und Heilmitteln über vegetarische Hauptgerichte mit Kräutern bis zur Pflanzenbeschreibung, der Pflege- und Verwendungsmöglichkeit finden Sie in diesem Werk alles auf einen Blick. In der vorderen Umschlagseite sind einige essbare Blüten aufgezeigt, in der hinteren Umschlagseite finden Sie Hinweise für wirkungsvolle Tee




