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Für Sie gelesen....
Schwer zu sagen, ob es sich um ein Gartenbuch
oder ein Kochbuch oder ein Bilderbuch handelt, aber auf jeden Fall um ein Geschenkbuch, der „Atlas der erlesenen Tomaten“. Erich Stekovics, der in Österreich beheimatete „Paradeiserkaiser“, Julia Kospach, eine Publizistin mit dem Schwerpunkt auf Naturthemen und Peter Angerer, ein begnadeter Fotograf haben sich zusammengetan, um ein Buch über Tomaten zu schaffen. Herausgekommen ist ein wunderbares Buch mit unendlich viel Wissenswertem über Tomaten von A wie Abhärten bis Z wie Zebra.
Und das ist – Herr Stekovics ist sehr eigen – zum Teil etwas ganz Anderes als die etablierte Tomatenwelt üblicherweise verbreitet. Man muss das natürlich immer im Lichte von Anbaubedingungen im Nord-Burgenland sehen, die wesentlich bestimmt werden vom pannonischen Klima, aber er löckt schon sehr wider den Stachel und ich zitiere hier nur mal seine Meinung zum Thema „Ausgeizen“: „In Wahrheit gibt es drei Gründe, die das Ausgeizen sinnvoll machen: Man weiß mit seiner Zeit nichts besseres anzufangen. Man möchte Paradeiserpflanzen, die höher sind als die der Nachbarn, und drittens: Man möchte Paradeiserpflanzen, die früher krank werden als nicht ausgegeizte.“ Und so geht es fort, aber das müssen Sie schon selbst lesen; ich habe mich jedenfalls gut amüsiert!! Zwischen diesen Schmanckerln finden Sie Beschreibungen von ungewöhnlichen Tomatensorten, illustriert mit traumhaften Bildern. Und am Ende des Buches gibt es ebenso traumhafte Rezepte von bekannten österreichischen Spitzenköchen. Es weihnachtet – hier ist noch ein Geschenk für Menschen, die schon alles haben oder die tomatenverrückt sind. (Ulmer)
Im Garten – nicht eigentlich ein Gartenbuch,
eher ein Lesebuch für die Zeit, in der man sich nicht mit dem Garten beschäftigt. Das NORDICO Stadtmuseum in Linz hat zusammen mit dem Verlag Anton Pustet ein interessantes Buch herausgebracht über „Lebensräume zwischen Sehnsucht und Experiment“. Eine Sammlung von Texten, Fotos, Plänen, Gemälden, Experimenten, Stichen, Erzählungen. Eigentlich eine Diskussion, Betrachtung, Abhandlung über verschiedene Erscheinungsformen von 'Garten'. Wie sind unterschiedliche Menschen damit umgegangen, wie wurde und wird 'Garten' genutzt: als Park, als Schrebergarten, als Nutzgarten, als Vorlage für Zeichnung und Malerei, als Quelle für Herbarien, und und und. Das ist kein Buch, dass Sie „weglesen“, sondern eher etwas Meditatives, das man immer wieder hervorholt, etwas daraus aussucht und liest oder betrachtet, um dann die Gedanken schweifen zu lassen. Es ist es nicht im herkömmlichen Sinne, aber ich finde, es ist ein Coffeetable-Book. (Anton Pustet)
Anderes Thema, anderer Verlag, gleiche Autorin,
Brigitte Kleinod mit „Neue Ideen für Hochbeete“. Und da sind nun wirklich ein paar nette Ideen drin: ein Tischbeet, mobile Beete, Hochbeete für Kreative und Naschkatzen, ja, normale Hochbeete gibt es auch und ein Hochbett. Nein, ich habe mich NICHT vertippt. Kleinod ist eine Systematikerin, so hat sie auch hier mit etlichen Tabellen, Checklisten, Material- und Pflanzempfehlungen eine vorzügliche Handhabe für die Hochbeet-Planung geschaffen. Sie müssen sich nur noch überlegen, was Sie mit ihrem Hochbeet erreichen wollen. Dann suchen Sie das passende Stichwort und Simsalabim.... haben Sie ihren Einkaufszettel für den Baumarkt. Dann ein trockenes Wochenende und schon ist ihr neues Garten-Highlight fertig. Wie immer sind die Bücher vom Pala-Verlag mit netten Zeichnungen und Plänen von Margret Schneevoigt illustriert und es fehlt auch nicht an hilfreichen Pflegehinweisen. (Pala-Verlag)
Seit vielen Jahren befasst sich Brigitte Kleinod mit allerhand Themen rund um den Garten,
aktuell in Neuauflage mit den „Gärten für Senioren“. Mir sträuben sich ja immer die Haare, wenn ich von „Senioren“ lese, das klingt so schrecklich altbacken und hilflos. Ganz im Gegenteil dazu der Inhalt des Buches, der einem das Leben im Garten im fortgeschrittenen Alter einfach nur bequem machen möchte. Das geht in der Regel ohne große Eingriffe ab, wenn man nicht behindert ist. Aber für beide Nutzergruppen hat das Buch höchst effiziente Rezepte. Es fängt mit Checklisten an, die Sie nutzen können, wenn Sie in ihrem Garten Veränderungen planen. Alles ist logisch aufgebaut, wird immer wieder überprüft und angepasst. Es enthält Gesundheitsaspekte, wie z. B. Wissen über Bewegungsabläufe im Garten, konkrete Ratschläge, z. B. dass man Treppenstufen für die bessere Wahrnehmung farblich absetzen kann oder dass Rampen nicht häßlich sein müssen. Es finden sich schön fotografierte Bilder, die konkrete Umsetzungen zeigen und Überlegungen, die nicht unbedingt nahe liegen, u. a. dass auch der Vorgarten so geplant sein sollte, dass er sicher und komfortabel ist. Nicht vergessen sind Tipps für die Bepflanzung, in der vorderen Umschlagseite Beispiele für Menschen und Maße, in der rückwärtigen Umschlagseite für bequem zu nutzende Gartengeräte und für alle, die Anregung zum Nachdenken brauchen, der ausführliche Fragebogen. Ganz sicher: das Buch ist nicht nur für Senioren nützlich. (Ulmer)
Immer häufiger bekommen wir Anfragen nach einer Planung
für einen Selbstversorger-Gemüsegarten. Das ist aber, da wir die Böden nicht kennen, die Wetterverhältnisse, die Zeit, die für den Garten zur Verfügung steht, die Gemüsevorlieben der Menschen, die versorgt werden sollen, etc., recht schwierig. Wir können da nur Empfehlungen aussprechen oder Ihnen dieses Buch ans Herz legen: „Unser Garten ist Gold wert“ aus dem Ulmer Verlag. Das ist auch eines der Gartenbücher, die wirklich begeistern – zumindest mich. Über gut acht Jahre hat Rodolphe Grosléziat, den Sie auch im GLOBALmag auf ARTE sehen können, dokumentiert, was nach der Entscheidung, seine Familie selbst mit Obst und Gemüse zu versorgen, in seinem Garten passiert ist. Zunächst kam er zu der Einsicht, autonom in der Versorgung zu werden (im Unterschied zu autark), dann, weil er nicht wusste, was der Garten kosten würde, fing er an Buch darüber zu führen. All dies ist im vorliegenden Buch dokumentiert, bis hin zu der Frage, ob eine bestimmte Obst- oder Gemüsesorte im Handel zu haben ist und was sie im Einkauf kostet. Er beschreibt die Überlegungen, die zur Entwicklung des Gartens beigetragen haben und die Etablierung eines Kreislaufs bis hin zu Samengewinnung. Und hier zeigt sich, mit welcher Rationalität er daran geht. So gewinnt er z. B. Samen von Rote Bete, Kerbel oder Kichererbsen, entscheidet sich aber gegen diese Arbeit bei Kürbis, Spinat oder Erdnuss. Er beschreibt ein breites Spektrum von „Gartenlehren“ und welche er für sich adaptiert hat. Außerdem, welche Gemüse er anbaut und wie er damit umgeht bis hin zu einer Liste, in der er die Kosten des Gemüseeinkaufs vergleicht mit den Kosten, die im Garten anfallen. Die Ersparnis beträgt bei einer fünfköpfigen Familie pro Jahr mehr als 3.000 Euro. Und da ist die Investition von 24,90 EUR für ein Gartenbuch wie dieses schon berücksichtigt. (Ulmer)
„Fragen Sie nicht, was es für einen Sinn hat,
eine Steppe in einen Teich zu bauen. Aber sind es nicht die Blödheiten, die das Leben in Wirklichkeit lebenswert machen?“ Mehr brauchen Sie eigentlich nicht zu wissen, um dieses Buch zu kaufen. Und dann lernen Sie – nach einer Idee von Roland Düringer, dem österreichischen Schauspieler und Kabarettisten, umgesetzt mit dem bewährten Wissen von Andrea Heistinger – was ein wilder Gärtner im Garten so alles anstellt. Eine überaus lustige und lehrreiche Mischung über Gartenwissen, kurz und knackig entweder in präzisen Texten oder Fotostories dargestellt. Was Sie lernen? Z. B. was die Explosionskatastrophe 1921 in Ludwigshafen mit Dünger zu tun hat, wozu Sie Ihre alten Perserteppiche verwenden können, was Erich Stekovics, der Tomatenkaiser, übers Ausgeizen denkt, warum Roland Düringer sich einen Gartenzwerg auf den A.... tätowieren lässt und wie die Geschichte mit den Bienchen und den Blümchen geht. Wenn Sie mit dem Gärtnern anfangen, brauchen Sie nichts anderes als dieses Buch, dann vergessen Sie auch nicht, warum Gärtnern Spaß macht. Und wenn Sie bereits gärtnern, brauchen Sie dieses Buch noch dringender, denn es erinnert Sie daran, das vieles nicht kompliziert sein muss und das Sie einmal angefangen haben zu Gärtnern, weil es Ihnen Spaß gemacht hat. (Löwenzahn)
Kräuterspirale, die 8..............
Auflage zeigt, dass sich das Buch von Irmela Erckenbrecht nach wie vor gut verkauft. Die Autorin hat das – wie immer – im Pala-Verlag erschienene Buch überarbeitet und ergänzt. Unterteilt ist es in vier Kapitel: die Geschichte, den Bau und die Bepflanzung des Bauwerks sowie im 4. Kapitel die Kräuterportraits mit diversen Rezepten. Im ersten Kapitel finden Sie jeweils kurze Abhandlungen zu Schamanen und Kräuterhexen, die Vorteile einer Kräuterspirale, das Vorbild der australischen Ureinwohner oder die Spirale als uraltes Symbol. Dann wird es etwas handfester, denn es geht um den Bau der Spirale: wo soll sie stehen, welche Ansprüche an Bau und Standort sind wichtig. Welche Form soll sie haben, wie erfolgt die Grundsteinlegung und der weitere Ausbau. Hier ist mit einleuchtenden Grafiken die Herangehensweise verdeutlicht, ebenso der schematische Aufbau. Das Kapitel über die Bepflanzung enthält nicht nur die schon bewährten Beschreibungen sondern auch eine wunderbare Übersicht über die in Frage kommenden Pflanzen, ihre Ansprüche und ihren möglichen Standort im Beet. Schneller kann man sich keinen Überblick verschaffen. Zum Schluss, wie schon angekündigt, das Kapitel mit den Portraits und den Rezepten. Sehr lustig: Omelett mit Grünzeug oder Wrigley's Gartensalat. Sehr lecker: das klassische Rucolapesto oder Spaghetti Napoli (hatten Sie schon vergessen, wie das geht...stimmt's!). Aber wieder, wie schon im Kochbuch zur Kräuterspirale nix über Majoran. Warum nur? (Pala-Verlag)
Vielleicht habe ich auch nicht
mit dem richtigen Verständnis gelesen, aber mit dem Mischkultursystem von Gertrud Franck hatte ich immer so meine Probleme. Jetzt stöbere ich in dem Büchlein „Auf gute Nachbarschaft“ von Natalie Faßmann, das der Pala-Verlag aufgelegt hat und auf Seite 110 erklärt mir die Autorin das System in 10 (in Worten zehn) Zeilen!!! Mer glaabts net! Und so geht das in dem fabelhaften Buch weiter: man findet nicht immer Neues, aber immer Informationen mit dem Aha-Effekt: Fingerhut unter dem Apfelbaum; neben Tomaten und Kartoffeln; Tomaten, die bei Kohl die Kohlweißlinge fernhalten; Erdbeeren, Knoblauch und Endivien, die sich gegenseitig fördern und schützen. Sie werden auch für Ihr Lieblingsgemüse oder für Ihre Lieblingsblumen die optimalen Nachbarn in dem Buch finden. Außerdem sind Grundlagen des Gartenwissens aufgefrischt und anhand von Grafiken und Zeichnungen einleuchtend erklärt. Ein bisschen Geschichte, Chemie und Biologie ist auch dabei, so dass Zusammenhänge bewusst werden. Als Garten-Neuling schafft Ihnen das Buch ein belastbares Fundament, aber selbst wenn Sie schon ausgeprägtes Gartenwissen haben, werden Sie hier den einen oder anderen Wissensschatz noch heben können. (Pala-Verlag)
Professionelle Bio-Gärtner
und auch unsere Bio-Saatgut Erzeuger nutzen Hummeln, um die Bestäubung in ihren Gewächshäusern sicher zu stellen. Und auch ich bin – spätestens seit diesem Frühjahr – von der Nützlichkeit der Hummeln überzeugt. Das kam so: Ich hatte vorletzten Herbst einen Pfirsichbaum in meinem Gärtchen gepflanzt an einer Stelle, an der es Erdhummeln gab. Als ich es beim Ausschachten bemerkte, habe ich um das Nest herum gegraben und die aufgeregten Hummel haben sich wieder beruhigt. In diesem Jahr blühte der Pfirsichbaum zu einem Zeitpunkt, als es sehr kalt war und keine einzige Biene sich blicken ließ. Also hatte ich die Ernte schon abgeschrieben. Bis ich später an meinen Pfirsichbaum entdeckt habe, das praktisch JEDE Blüte einen Frucht angesetzt hatte... Im vorliegenden Buch hat Wolf Richard Günzel, Autor und Naturfotograf aus der Oberlausitz, alles über die Spezies zusammengetragen, u. a. dass es mehr als 60 Hummelarten gibt und auch Kuckuckshummeln, die ihre Brut von anderen aufziehen lassen. Wie ihr Körperbau aussieht, wie sie leben und wie wir ihnen beim Leben und Überleben helfen können, z. B. Mit dem richtigen Blütenangebot für jedes Hummelalter, mit Nisthilfen und der Anlage von Hummelgärten. Alles ausführlich beschrieben und mit schönen Zeichnungen und Illustrationen von Margret Schneevoigt veranschaulicht. (Pala-Verlag)
Es ist nicht das erste seiner Art:
Bücher mit Ratschlägen entlang des Gartenjahres wachsen gerade wie Pilze aus dem Boden – Mode-Stichwort „Saisonalität“. Aber dieses erscheint gerade in seiner 27. Auflage, hat also schon eine längere Tradition. Es besteht aus zwei Teilen: Teil Eins mit den Monats-Übersichten und den dazu passenden Ratschlägen (insgesamt mehr als 1.500!) und Teil Zwei, der den Tabellenteil beinhaltet. Die Monats-Übersichten sind nochmal unterteilt in Allgemeines, Gemüse, Obst und Zierpflanzen, wobei die Zierpflanzen den größten Teil einnehmen. Dazu enthält das Buch viele Grafiken und erklärende Zeichnungen und es gibt Verweise auf andere Ratschläge, damit man nicht suchen muss. Nicht einverstanden bin ich mit der rigorosen Empfehlung, die Aufzucht von Jungpflanzen nicht selbst zu versuchen (z. B. bei den Tomaten, das „lohne“ sich nicht). Dazu ist anzumerken, dass das Ansäen von Tomaten bereits im Januar viel zu früh ist und lediglich Profigärtner das tun sollten. Wenn Sie später ansäen, lohnt es sich sehr wohl, weil die Pflanzen sich bereits an den Standort gewöhnen und nicht mühsam angepasst werden müssen. Dann ist mir aufgefallen, dass Sie keine Auberginen in den Buch finden. Die rangieren dort unter „Eierfrucht“, das ist mittlerweile doch recht unüblich. Im Tabellenteil finden sich viele Empfehlungen zu Obst- und Zierpflanzen-Sorten, leider gar keine zu Gemüsesorten. Hier beschränkt sich das Buch auf „mögliche“ Saat-, Pflanz- und Erntezeiten, häufige Krankheiten und diverse weiterführende Informationen zum Gemüseanbau. Insgesamt eher ein Buch für Obst- und Zierpflanzen-Fans. (Ulmer)
Wann kann welcher Teil einer Pflanze gesammelt werden?
Gleich im Aufschlag dieses Buches finden Sie eine informative Übersicht dazu, genauso wie am Ende eine Blitzempfehlung, was bei welchem „Zwicken“ hilft. Die Heilpraktikerin Ursel Bühring führt mit Ihrem Buch durch das Heilpflanzenjahr, von den Grundregeln der Heilpflanzen-Aufbereitung (z. B. für Tees, Kaltwasserauszüge und Salben) bis hin zu Infos zu jahreszeitlich gehäuft vorkommenden Beschwerden. Darunter auch „alte“ Hausrezepte. Für meine Freundin Iris und andere Kopfwehgeplagte: ein Säckchen kleingehackte Zwiebel erwärmen und unter die Fußsohle legen; das löst die im Kopf gestaute Energie. Die Autorin behandelt jeweils die Pflanze des Monats, informiert über gesunde Rezepte, z. B. Baumblätter-Salat und vergißt auch die Leckereien nicht, wie den Magenschmeichler-Likör oder Energiekugeln. Nicht schön sind die reichlich vorhandenen Druckfehler, da hat man sich wohl das Korrekturlesen gespart. Der inhaltlichen Qualität tut das aber keinen Abbruch. Perfekt zum Einstieg in des Thema. (Ulmer)
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Ein Pfundswerk (fast 3 Pfund) noch schnell zu Weihnachten,
dieses Buch, herausgegeben von Andrea Heistinger und der Arche Noah: Handbuch Bio-Gemüse. Gleich vorweg, das wird das Standardwerk für alle Bio-GemüsegärtnerInnen werden, denn es vereint alles an Wissen, was derzeit über Bio-Gemüse zu haben ist. Heistinger, Agrarwissenschaftlerin, Gärtnerin, Autorin und Beraterin war so vorausschauend, sich der Mitarbeit vieler Wissenshüter zu versichern: Peter Zipser, Peter Lassnig, Franziska Lerch und vieler Sorten-PatInnen der Arche Noah, darüber hinaus auch von den europäischen Züchtungsinitiativen. Was finden Sie nun in diesem Buch? Erst einmal Basics zum Gartenanbau – welches Werkzeug sollte ich nutzen, wie freunde ich mich mit meinem Garten an, welche Möglichkeiten des Säens habe ich, wie ist der Boden, warum Bio-Anbau. Dann finden sich die Kulturarten, alle im Detail beschrieben und mit Tipps oder Rezepten der Arche Noah Sorten-PatInnen versehen. Die Liste ist sehr umfangreich und umfasst auch so wenig bekannte Arten wie Speiseklette, Perlzwiebel, Eiskraut, Ampfer und Kerbelrübe. Dazu gibt es Sortenempfehlungen, aussagekräftige Fotos zu besprochenen Sorten, hie und da ein Rezept. Außerdem im Serviceteil eine umfangreiche Sammlung an Adressen, Bezugsquellen (wobei die Aktualität ein wenig zu wünschen übrig lässt) und Schaugärten. Nett wäre noch eine „Übersetzungshilfe“ für umgangssprachliche Bezeichnungen und Begriffe (z. B. Haindeln). Und dann schauen Sie unbedingt auf Seite 5: Dort finden Sie den lachenden Sellerie! (AT: Löwenzahn, DE: Ulmer)
Nicht immer sind wir sicher,
ob die Früchte, die wir bei einem Spaziergang finden genießbar sind oder ob die Pflanzen, die den Weg in unseren Garten von alleine gefunden haben, giftig sind. Oft sehen essbare und giftige Früchte einander so ähnlich, dass ein gut gemachter Ratgeber von unschätzbarem Nutzen sein kann. Einen solchen haben wir mit dem von Bruno P. Kremer zusammengestellten Naturführer „Essbare & giftige Wildpflanzen“ schnell zur Hand. Das Buch versammelt viele heimische Beeren, Früchte, Nüsse und Wildkräuter und ist, da in einem handlichen Format erschienen, auch geeignet, es beim nächsten Ausflug mitzunehmen. Unterteilt ist es nach Blüten- bzw. Fruchtfarben, so dass das Auffinden leicht ist. Kleine Piktogramme bei den jeweiligen Arten bezeichnen, ob die Pflanzen oder Früchte essbar sind oder giftig, wann die Blütezeit ist oder die Fruchtreife. Die eingehende Beschreibung beinhaltet Merkmale der Pflanzen, ihre Standortansprüche und damit mögliche Fundorte, die Verwendungsarten und Wissenswertes, auch das eine oder andere Rezept. Dazu finden sich „Die 10 goldenen Sammelregeln“: z. B. tunlichst an einem trockenen Tag zu sammeln oder einen Standort nicht völlig abzuernten. Außerdem finden sich im vorderen Umschlag wichtige Beschreibungen zur Bestimmung von Blüten und Blättern und im hinteren ein Sammelkalender, damit Sie wissen, zu welcher Jahreszeit Sie welche Arten sammeln können. Nun viel Vergnügen beim Lesen und Ausprobieren. (Ulmer)
Schön, dass sich nun auch ein deutscher Verlag gefunden hat,
der dieses wichtige Buch jetzt auch einem breiteren Publikum zugänglich macht. Ich kenne das Buch schon länger und habe es mit Neugier und Genuss gelesen. Es betrachtet den Nutzpflanzenanbau aus einer sehr eigenen Perspektive, wie sie Margit und Sepp Brunner auf ihrem Hof praktizieren. Die beiden sind auch die AutorInnen des Buches und ab und zu geht der missionarische Gaul mit ihnen durch, aber das sollten Sie getrost beiseite lassen. Zunächst erfahren Sie, was Permakultur eigentlich ist, wie man dafür seine Sinne schärft. Das der eigene Garten und seine Eigenheiten nicht vergleichbar ist mit irgendeinem anderen Garten daneben. Die beiden beschreiben Pflanzenfreundschaften, Kraut und Beikraut, diverse Beet-, Garten- und Topfgartenformen, den Wasserkreislauf, die Bedeutung der Sonne für das Wirtschaften in Permakultur, die Apotheke für den Garten sowie das Tierleben im Garten. Sie vergessen auch nicht, das der Garten nicht nur Arbeit und Ernte sein sollte, sondern ein Ort der Erholung und Entspannung, der Neugier und der Freude. Ein kleines Glossar und einige Literaturhinweise beschliessen das Buch, das reichlich mit Bildern und Zeichnungen versehen ist. (Ulmer)
Eigenes Saatgut ernten
und im Folgejahr aussäen ist ein zutiefst schöpferischer Akt, den Sie sich öfter gönnen sollten, auch weil damit „Ihre“ Sorte optimal an Ihren Garten und seine Eigenschaften angepasst wird. Damit Sie wissen, wie das geht, wie Sie die Saatgut-Qualität sicherstellen können und wann Keimproben angebracht sind, sollten Sie unbedingt das „Handbuch Samengärtnerei“ von Andrea Heistinger zu Rate ziehen. Sie schreibt in der Regel nicht alleine und auch hier hat sie sich unterstützen lassen von den Experten der Arche Noah in Österreich und von Pro Specie Rara in der Schweiz. Dafür finden Sie alles Wissenswerte umfassend besprochen: In Teil eins gibt es das Grundwissen über den Gemüse-Samenbau, Verkreuzungen, Handbestäubung, Auslese, Keimprobe und vieles mehr. Im zweiten Teil hat die Autorin alle Kulturarten abgehandelt, sortiert nach Familien, mit Eigenheiten, Fotos und erklärenden Zeichnungen. Das ganze ergänzt um Tipps und Rezepte. Der Serviceteil enthält viele Bezugsquellen, sei es von Organisationen oder Betrieben, die sich mit der Vermehrung samenfester Sorten beschäftigen. Falls Sie schon Weihnachtsgeschenke suchen: damit können Sie anfangen. (Ulmer)

Das Schneckenproblem entspannt sehen?
Das gibt es doch gar nicht? DOCH – spätestens, wenn Sie sich das Büchlein „Schneckenalarm“ aus dem Pala - Verlag zu Gemüte geführt haben. Sofie Meys, die Autorin, macht Sie zunächst mit den Schnecken an sich vertraut. Das allein ist schon hochinteressant, denn wer weiß schon, dass z. B. Egelschnecken nur abgestorbene Pflanzenteile und Fallobst zu sich nehmen und sich zum Liebesakt abseilen. Lesen Sie also diesen Teil UNBEDINGT, das trägt schon wesentlich zu Entspannung bei. Dann erfahren Sie, welche natürlichen Fressfeinde Sie im Garten ansiedeln sollten und welche Pflanzen von Schnecken gemieden werden (z. B. Bartnelke, Vergissmeinnicht, Christrose, Mädesüß, Eisenkraut, Platterbse, Endivie, Lauch, Wegwarte). Sie lernen, wie Sie Ihren Garten gestalten sollten, um Schnecken abzuwehren und was Sie tun können, um den Gartenboden schneckenarm zu halten. Darüber hinaus gibt es viele gute Tipps, um sich der Schnecken zu erwehren und schlussendlich das Erste-Hilfe-Programm bei Schneckenalarm. Wenn Sie das alles gelesen haben, sind sie so entspannt, da können Sie ein paar Schnecken nicht mehr schrecken. (Pala-Verlag)
Dass zwei Franzosen so ein informatives und hilfreiches Buch für den Biogarten geschrieben haben,
kann sich – wer die üblichen Hausgärten kennt - nur schwer vorstellen. Aber Marc Grollimund und Isabelle Hannebicque haben hier ein Vademecum für den Biogarten zusammengestellt. Zunächst erfahren Sie im Grundkurs, was ein Biogarten ist, was bei der Planung berücksichtigt werden muss, wie Sie die Bodenbeschaffenheit ganz einfach feststellen können (ohne chemische Tests oder Laborproben), auch mit Beobachtung der Zeigerpflanzen und was Sie einem vernachlässigten Boden Gutes tun können. In der Abteilung „Wichtig zu wissen“ gibt es alle
Okay, 1040 Seiten sind eine Herausforderung,
aber Sie müssen Sie nicht alle auf einmal lesen. Aber wenn Sie Rat zu Gartenthemen brauchen, sollten Sie das große Ulmer Gartenlexikon zur Hand haben. Was immer im Garten passieren könnte, Ulmer hat schon daran gedacht. Hier also nur ein paar Stichworte: Arzneipflanzen, Blindschleiche, Eisfreihalter, Halbsträucher, Herbstrübe, Mischkultureignung, Palmlilie, Saatgut, Säckelblume, Posthornschnecke, Zwischenfrucht. Zu den theoretischen Erläuterungen gesellen sich diverse Praxisseiten, auf denen ausführlich zu bestimmten Themen Schritt für Schritt erklärt wird, wie etwas zu handhaben ist, egal ob es um die Direktsaat in ein Beet geht, um den Schnitt von Obstbäumen oder um Farbkontraste im Garten. Sie werden – auch wenn Sie schon ein/e erfahrene GärtnerIn sind – viel lernen und noch mehr Freude an den schönen Bildern haben. Und schauen Sie sich unbedingt auf Seite 53 das Maulwurffoto an. Soooo süß……..(Ulmer)
Gehören Sie auch zu den Menschen,
die stark von den Phasen des Mondes beeinflusst werden? Dann wird Ihnen das Buch von Regina Engelke, wichtige Einblicke geben. Zum einen in das eigene Erleben, zum anderen in die Art, mit den Mondphasen zu gärtnern. Einleitend beschreibt sie den Mond in unserer Kultur und die Grundlagen zu den Mondrhythmen. Im Anwendungsteil erfahren Sie, in welchen Phasen Sie z. B. Aussäen sollen, welche Elemente zu welchen Pflanzen gehören, welche Pflegearbeiten wann erfolgen sollten. Sehr gut finde ich, dass Sie wesentliche Gesetzmäßigkeiten immer in Übersichtstabellen zusammenfasst, sie ermöglichen den schnellen Überblick (nicht als Ersatz für das gründliche Lesen!!). Nach den Mondtipps zu den Tierkreiszeichen finden sich noch zwei Gartenvorschläge: der Neumond- und der Vollmondgarten einschließlich einer Liste mit den ausgewählten Pflanzen. Den Abschluss bildet ein Pflanzenregister, das in bewährter Manier alle wichtigen
Statt Sommerblumen Schnittkohl auf dem Balkon?
Wie soll das denn aussehen? Klasse! Wir hatten Ihnen das vor einiger Zeit schon mal unter dem Motto „Salat im Blumenkasten“ vorgestellt. Nun hat aber Natalie Fassmann ein ganzes Buch zur alternati
Schnell noch kaufen….
zum Schmökern in den ersten Sonnenstunden auf der Gartenbank „Das Arche Noah Gartenjahr“ von Andrea Heistinger. Ein wunderbar gemachtes Buch mit traumhaften Fotos, das Sie garantiert dazu verführen, es oft und gerne in die Hand zu nehmen. Noch wichtiger aber der Inhalt: Andrea Heistinger stellt für Sie „365 Fragen an meinen Garten“. Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, ob Ihre Gemüsepflanzen gerne Musik mögen oder wie Phlox schmeckt, ob Ihr Garten groß genug ist oder ob Sie noch ein schattiges Plätzchen im Garten brauchen, z. B. für einen erholsamen Mittagsschlaf. Die Autorin lässt keinen Bereich aus und hat jedem Monat in Kurzform ihre eigenen Gartenaktivitäten vorangesetzt. Allein das ist interessant, denn die Voraussetzungen im Kamptal sind andere als z. B. bei uns hier in Rheinhessen. Dieses Buch wird Ihre Anleitung für den geschärften Blick auf Ihren eigenen Garten und über die Jahre werden Sie auch noch eigene Fragen entwickeln und vielleicht auch dokumentieren. (Loewenzahn im Studienverlag)



